Schwarzer Rettich –Tinktur und Salbe

Die Tinktur lässt sich ganz leicht selbst herstellen. Den Rettich fein zerkleinern in eine Flasche Wodka oder Korn geben. 6-8 Wochen ziehen lassen, immer mal schütteln und fertig! Man kann allerdings auch die Rettichstücken einkochen lassen und dann mit Schnaps aufgiessen. Beide Varianten sind möglich. Hierbei lässt man das ganze 2 Wochen gären, sobald die klare Flüssigkeit oben schwimmt ist die Tinktur fertig.

Äusserlich anzuwenden bei:

Rheuma
Gicht
Gelenkschmerzen
Muskelkrämpfe
Muskelbeschwerden
Akne
Ekzeme
Verspannungen

Innerlich einige Tropfen täglich einnehmen, wirkt auch als Hustentropfen, sowie bei Blasenentzündung, Magenbeschwerden und Gallenbeschwerden.

Aus dem Rettich lässt sich auch eine Salbe herstellen. Hierfür nutzt man den eingekochten Rettich und gibt etwas Mandelöl und Bienenwachs hinzu. Das ganze wird erwärmt und gut gemischt und ist gut im Kühlschrank haltbar.
Anzuwenden bei Akne und Juckreiz auf der Haut.

Schwarzer Rettich oder auch Winterrettich

Der schwarze Rettich ist leider in den letzten Jahren in der Versenkung gelandet. Es handelt sich bei dem schwarzen Rettich um eine schwarze Rettichknolle, welche schon vor vielen 1000 Jahren bekannt war. Wahrscheinlich stammt ihre Herkunft aus dem Mittelmeer Raum. Die Knolle ist leicht zu lagern und versorgt uns im Winter mit Vitamin C, A, B1, B2 und E. Dazu enthält sie noch Senföle, Mineralstoffe wie Magnesium und Selen und Rothanwasserstoffe und Mineralsalze wie Kalium.
Die enthaltenen Stoffe haben eine antibakterielle, schleimlösende, reinigende, beruhigende und krampflösende Wirkung auf unseren Körper und das Verdauungssystem. Hierbei wird die Darmbewegung angeregt und die Bildung von Magensaft gefördert. Auch kann schwarzer Rettich den Gallenfluß anregen und Gallensteinbildung vorbeugen und hilft bei Krebs.

Anwendung:

Skorbut
Rheuma
Gicht
Husten
Heiserkeit
Erkältung
Gallenleiden
Bakterien
Pilze
Bronchitis
Krebs
Verdauungsstörung

Man kann aus dem schwarzen Rettich Hustensaft herstellen, sowie zu Salat oder auch Suppe verarbeiten. Die Dämpfe des schwarzen Rettich regen das Immunsystem an und helfen auch bei Schnupfen.

Blauroter Steinsame

Leider ist von dieser Pflanze in der modernen Zeit kaum etwas bekannt. Man findet diese Pflanze auch nur noch ganz selten in der Natur.
Ihre Anwendung ist schon seit der Antike bekannt. Den Namen Steinsame trägt sie zurecht, denn die Samen werden steinhart

Anwendung:

Harntreibend
Schleimlösend
Entzündungshemmend
Husten
Nierensteine
Rheuma
Juckreiz
Hauterkrankung
Blasensteine
Hautentzündung
Lungenentzündung
Empfängnisverhütend
Darmentzündung
Gicht
Fremdkörper Entfernung aus dem Auge
wehenfördernd

Anzuwenden äusserlich als Umschlag und innerlich als Tee, die Wurzel kann als Sud für Umschläge gekocht werden, auch Waschungen sind möglich. Für den Tee nutzt man das getrocknete Kraut.
Fremdkörper Entfernung aus dem Auge, hierbei ein getrocknetes Samenkorn auf das geöffnete Auge legen, durch Kontakt mit der Tränenflüssigkeit entsteht eine Schleimschicht, welche es ermöglicht den Fremdkörper sicher aus dem Auge zu entfernen.

Die heilende Kraft der Lindenblüten

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Seit dem Mittelalter besitzt fast jedes Dorf in Deutschland einen Lindenbaum. Meist wurde dieser auf dem Dorfplatz gepflant, ein Symbol für den Frieden, der Gerichtigkeit und der ewigen Treue. Feste wurden unter dem Lindenbaum gefeiert und Liebende schworen sich unter ihm die ewige Treue. Der Duft der Lindenblüten verzaubert so manchen und lässt Kummer vergessen.
Doch die Linde hat auch heilende Wirkung

Heilwirkung:

schweisstreibend
Erkältung
Fieber senkend
bei trockenem Reizhusten
beruhigend
Krampflösend
schleimlösend
entzündungshemmend
Kopfschmerzen
Schlaflosigkeit
Bluthochdruck
Wunden
Furunkel
Ischias
Hexenschuß
Sodbrennen
Verstopfung
Wassersucht
Rheuma
Scnupfen
hilft gegen Falten
Entgiftung

Beinwell für den Bewegungsapparat

Beinwell

Wie der Name schon vermuten lässt, dient Beinwell allerlei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Von Verstauchung bis hin zu Knochenbrüchen reicht sein Anwendungsgebiet. Beinwell liebt feuchte Gebiete und man findet diese Pflanze vermehrt an Flussläufen der feuchten Senken. Aus den Wurzeln stellt man tratitionell schon seit Jahrunderten eine Salbe her. Angewendet wir Beinwell nur äusserlich! Von der innerlichen Anwendung wird dringend abgeraten, da Beinwell Leberschädigungen und Leberkrebs hervor rufen kann!!

Heilwirkung:

schmerzstillend

blutreinigend

entzündungshemmend

kühlend

reizlindernd

Arthritis

Arthrose

blaue Flecken

Brandwunden

eiternde Wunden

Gicht

Rheuma

Schleimbeutelentzündung

Ekzeme

Schuppenflechte

Knochenbruch

offenes Bein

Krampfadern

Knochenhautentzündung

Quetschungen

Verstauchungen

Insektenstich

Spinnenstich

Verhärtete Milchdrüsen

Hautjucken

Hautschäden

Muskelkater

Narbenschmerzen

Sehnenscheidentzündung

Schnittwunden

Ischias

Nierenerkrankung

Verrenkung

Venenschmerzen

Die heilende Mistel

Mistel Strauss Die Mistel galt im Mittelalter als die Allheilpflanze schlecht hin. Versteckt wächst die Mistel in Baumkronen und wird erst im Spätherbst für das Auge sichtbar. Heute wird die Mistel nur noch als Blutdruck Senker eingesetzt und in manchen Fällen bei der Krebstherapie, dabei kann diese Schmarotzerpflanze noch viel mehr! Die Sammelzeit für die Mistel ist im Spätherbst, Winter und im zeitigen Frühjahr. Gesammelt werden die Blätter und Zweige der Mistel.

Heilwirkung

  • Blutdruckregulierend
  • harntreibend
  • entzündungshemmend
  • Herzschwäche
  • beschleunigter Puls
  • Rheuma
  • Ischiasschmerzen
  • Wechselbeschwerden
  • Gebärmutterschmerzen
  • Weißfluss
  • Ekzeme
  • Fieber
  • eitrige Wunden
  • wirkt tonisierend
  • Nervenschwäche
  • Schwindel

Achtung: Misteln immer nur mit KALTEM Wasser ansetzen, diese Pflanze ist leicht giftig und sollte behutsam angewendet werden!

Fichtenspitzenrezepte

Fichtenspitzen Honig

Dazu braucht man 2 Hände voll junger Fichtenspitzen nicht größer wie 2 bis 3 cm. Diese gibt man in eine Schüssel oder Topf befüllt sie mit 500ml kalten Wasser und lässt sie über Nacht ziehen. Am nächsten Tag wird das ganze eine Stunde aufgekocht und wieder über Nacht ziehen lassen. Dies bewirkt das sich die ätherischen Öle freisetzen.

Fichtenspitzen Ansatz beim durchziehenAm nächsten Tag entfernt man die Fichtenspitzen, man kann sie locker für ein erfrischendes Fussbad verwenden.  Um den Honig herzustellen benötigt man 400g Zucker oder braunen Kandis, kocht das ganze einige Stunden bis eine braune zähe Masse entsteht. Hierzu nutzt man den Löffeltest, bleibt die Masse am Löffel kleben ist der Honig fertig. Einfach in Schraubgläser füllen und erkalten lassen. Fertig ist der leckere Fichtenspitzenhonig.

Anzuwenden als Brotaufstrich oder bei Erkältungskrankheiten, wie Husten, Bronchitis  oder Schlafstörungen.

 

Fichten Franzbranntwein

Hierzu benötigt man eine dunkle Flasche mit etwas größeren Hals, man füllt diese bis zur Hälfte mit Fichtenspitzen und giesst den Rest mit Korn auf. Das ganze lässt man 4 Wochen an einem waren Platz stehen. Danach füllt man den entstandenen Franzbranntwein in eine dunkle Flasche um.

Anzuwenden bei Rheuma, Muskelkater, Gelenkschmerzen, Zerrungen, Gicht

Wirkt durchlutungsfördernd und nimmt den Schmerz.

 

Fichtenspitzen Bad

Man benötigt ca. 300g Fichtenspitzen übergiesst diese mit 1 Liter kochenden Wasser und lässt das ganze 5 – 10 min. ziehen. Anschliessend die Nadeln absieben und in die Badewanne geben.

Anzuwenden bei Erkältungskrankheiten, Muskelschmerzen und Nervenschmerzen.

Fichtenspitzen Tee

Hierzu nimmt man einen Teelöffel voll Fichtenspitzen für eine Tasse Tee, übergiesst das ganze mit kochenden Wasser und lässt es 10 min. ziehen.

Anzuwenden bei Husten, Heiserkeit, Reizhusten, Bronchitis und entzündeten Atemwegen.