Mythologie des Veilchens

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Strauss

Das Veilchen war in der griechischen, römischen und germanischen Mythologie eine Kulutpflanze, welche einigen Göttern geweiht wurde. Viele Sagen und Bräuche rankten sich um das Veilchen.
Bei den Germanen sowie auch den Wikingern war das Veilchen Thor/Thyr geweiht und hieß im altnordischen Thyrsfolia,
welches für Treue, Frieden, Schutz und Edelmut steht.

In den griechischen Sagen verkörpert das Veilchen die Tochter des Atlas, welche vom Sonnengott mit seinen Strahlen verfolgt wurde. Das Mädel versuchte vor den Strahlen des Sonnengottes zu fliehen und bat bei Zeus um Hilfe. Zeus hatte Mitleid mit ihr und verwandelte das Mädchen in das Veilchen, welches von nun an geschützt im Unterholze des Waldes wächst.

Nach einer wedischen Sage, wurde die Tochter des Tschernebog in ein Veilchen verwandelt, welches alle 10 Jahre zur Walburgisnacht erblüht. Wer es findet und pflückt verwandelt das Veilchen zurück in die Jungfrau und wird reichlich mit den Schätzen Tschernebogs beschenkt und erhält die Jungfrau zur Ehefrau.

Viele weitere Sagen ranken sich um das Veilchen, ich habe hier nur einen kleinen Einblick geben wollen.

Magisches zu den Veilchen gibt es natürlich auch zu berichten.
Wer die ersten 3 Veilchen im Jahr erblickt sollte diese essen, sie sollen vor Krankheiten schützen.
Wer das erste Veilchen im Jahr erblickt, den geht ein Wunsch in Erfüllung.
Veilchen am Körper getragen, schützen vor bösen Geistern und fördern das Glück
Trägt man Veilchen in einem grünen Stoffbeutel bei sich, sollen Wunden schneller heilen.

Goethe liebte das Veilchen und immer wenn er in dem Park zu Weimar spazieren ging, verstreute er Veilchensamen.
Vielleicht wohnt ja eine/r meine/r Leser in Weimar und könnte auf Goethes Veilchen-Spurensuche gehen. Ich würde mich auf Rückmeldungen freuen!

Abschließend noch ein kleiner Vers:

Sei wie das Veilchen im Moose
bescheiden, sittsam und rein
nicht wie die stolze Rose
die immer bewundert will sein

*zu Kassel um 1911 geschrieben

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