Archiv für den Monat: August 2014

Spitzwegerich Rezepte

Tee aus Spitzwegerich

Hierfür nimmt man 2 Teelöffel Kraut auf einen viertel Liter Wasser.
Das agnze 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Hilft bei Husten aller Art, ist schleimlösend und entzündungshemmend.
Ein Teelöffel Honig rundet die Wirkung noch ab,

Sirup aus Spitzwegerich – einfache Variante

Hierzu benötigt man ein Schraubglas, schichtet den zerkleinerten Spitzwegerich hinein und übergiesst ihn mit Honig bis alle Blätter bedeckt sind. Das ganze muss nun an einem warmen Ort gut verschlossen aufbewahrt werden. Täglich das Glas leicht auf den Kopf drehen. Nach 3 Wochen ist der Sirup fertig. Abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.

Spitzwegerich Schnaps

Zwei Handvoll zerkleinerte Spitzwegerich Blätter auf eine Flasche Wodka, das ganze 3 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen, abseihen und fertig.
Stärkt das Immunsystem, gegen Insektenstiche und ebenfalls bei Husten.

Spitzwegerich Öl

Hierzu benötigt man eine Flasche gutes Olivenöl, klein geschnittene Spitzwegerich Blätter, diese in die Flasche füllen. Drei Wochen an einem warmen Ort stehen lassen, öfter schütteln. Abseihen und in dunklen Flaschen aufbewahren. Dieses Öl wird bei Husten als Einreibung verwendet, bitte leicht erwärmen und damit die Brust und den Rücken einreiben. Hilft auch Insektenstichen und schlecht heilenden Wunden.

Der König des Weges

Der Spitzwegerich wurde schon vor 2000 Jahren erwähnt und gilt als eine der ältesten Heilpflanzen. Aber auch um den Wegerich rankt sich Aberglaube. Da er bevorzugt am Wegesrand wächst nannte man ihn den König des Weges, seine samen sind klebrig und haften so an Fell, Schuhen und Rädern und wurde somit weiter auf den Wegen verbreitet. Im Mittelalter ordnete man den Spitzwegerich dem Manne zu und den Breitwegerich der Frau. Man räucherte Spitzwegerich wenn man eine angezauberte Liebe vermutete, er sollte diese Liebe trennen. Ein Blatt im Schuh schützt Wanderleute vor Müdigkeit und Blasen an den Füssen. Gräbt man eine Spitzwegerich Wurzel vor Sonnenaufgang aus und bindet sie mit einem roten Faden vor die Stirn so sollte sie vor Kopfschmerzen schützen. Eine Gebärenden legte man eine komplette Spitzwegerich Pflanze samt Wurzel in die Hand, diese sollte vor dem Verbluten schützen. Früh morgens ein Blatt auf nüchternen Magen essen sollte den Menschen Hieb und Stich fest machen. Ein Imker schütze sich vor Bienenstichen, wenn er ein Spitzwegerichblatt unter der Zunge trug.

Eine Heilsagung aus dem 11 Jahrhundert lautete:

„Und du Wegerich,
Mutter der Pflanzen,
offen nach Osten,
mächtig im Innern:
Über dich knarren Wagen,
über dich ritten Frauen,
über dich ritten Bräute,
über dich schnaubten Farren

Allen widerstandest du
und setztest dich entgegen
nun widerstehe auch dem Gift
und der Ansteckung
und dem Übel,
das über das Land dahinfährt.“

Spitzwegerich das natürliche Antibiotikum

spitzwegerich
Spitzwegerich ist seit altersher als Hustenpflanze bekannt, im Mittelalter wurde jede Art des Hustens mit Spitzwegerich bekämpft. Dieses Jahr wurde der Spitzwegerich zur Heilpflanze des Jahres 2014 gewählt. Gesammelt werden die Blätter von Mai bis in den August hinein, aber auch in der Küche findet der Spitzwegerich seine Verwendung. Er eignet sich als Wildgemüse in Salaten, Quark, Kräuterbutter und Suppen. Aber auch bei der Wundheilung eignet sich der zerquetschte Spitzwegerich sehr gut. Durch die antibiotische Wirkung schützt er Wunden vor Infektionen. Spitzwegerich findet man meist an Wegesrändern, die Blätter sollten zügig trocknen da es sonst zu schwarzen Flecken kommen kann. Am besten die Blätter auf eine Schnur fädeln und trocken aber luftig aufhängen.

Heilweirkung:

Wunden

Husten

Bronchitis

Raucherhusten

schleimlösend

blutstillend

antibakteriell

harntreibend

entzündungshemmend

Afterjucken

Durchfall

Magenschleimhautentzündung

Ekzemen

Insektenstichen

Halsentzündung

Leberschwäche

Blasenentzündung

Ödeme

leichte Verbrennungen

Keuchhusten

Lungenentzündung

Soor

Verstopfung

wirkt zusammenziehend