Archiv für den Monat: Januar 2014

Die Mistel als Zauberkraut

Der Mistel wurde schon bei den Kelten eine enorme Zauberkraft zugesprochen, da sie zur Wintersonnenwende ihre weissen Früchte zeigt, musste die Mistel ein Bote der Götter sein und besondere magische Kräfte besitzen. Man sagt die Mistel soll unkontrollierbare negative Kräfte bannen, darum wurden Mistelzweige über Haustüren, Stalltüren und Scheunentüren gehängt. Trafen sich Feinde unter einer Mistel, so mussten sie sich umarmen und für 24 Stunden mussten die Waffen ruhen. Früher wurden Mistelzweige in den Brautkranz eingebunden, sie sollten der Braut Glück bringen und sie vor allem negativen bewahren. Die Mistel gilt auch als natürliches Potenzmittel, welches Blockaden aufheben sollte.
Viele Namen schmücken die Mistel, so nennt man sie Hexenkraut, Hexenbesen, Druidennest, Glückszweig, Donnerkraut oder auch Donnerkugel. All diese Namen kamen zustande, weil die Mistel weit oben in den Bäumen wächst. Die Mistel durfte nur mit goldener Sicherl am sechten Tage nach Neumond geschnitten werden.
Den Weihnachtsbrauch möchte ich auch erwähnen, Küssen unterm Mistelzweig. Aber nach jedem Kuss muss eine Beere entfernt werden, sind keine Beeren mehr vorhanden, ist es auch mit dem Küssen vorbei 😉

Mistel in der Anwendung

Misteltee

Man benötigt auf eine Tasse Tee 2 TL getrockneter Mistelblätter, lässt diese 8 Std. ziehen, seiht das ganze ab und kocht es kurz auf.
Wichtig: Durch den Kaltauszug werden die giftigen Stoffe der Mistel nicht gelöst!

Mistelumschläge

Hierfür setzt man ebenfalls getrocknete Mistelblätter in kaltem Wasser an, lässt wie beim Tee den Sud 8 Std. ziehen. Anzuwenden bei Ekzemen, Krampfadern und Ischiasschmerzen

Die heilende Mistel

Mistel Strauss Die Mistel galt im Mittelalter als die Allheilpflanze schlecht hin. Versteckt wächst die Mistel in Baumkronen und wird erst im Spätherbst für das Auge sichtbar. Heute wird die Mistel nur noch als Blutdruck Senker eingesetzt und in manchen Fällen bei der Krebstherapie, dabei kann diese Schmarotzerpflanze noch viel mehr! Die Sammelzeit für die Mistel ist im Spätherbst, Winter und im zeitigen Frühjahr. Gesammelt werden die Blätter und Zweige der Mistel.

Heilwirkung

  • Blutdruckregulierend
  • harntreibend
  • entzündungshemmend
  • Herzschwäche
  • beschleunigter Puls
  • Rheuma
  • Ischiasschmerzen
  • Wechselbeschwerden
  • Gebärmutterschmerzen
  • Weißfluss
  • Ekzeme
  • Fieber
  • eitrige Wunden
  • wirkt tonisierend
  • Nervenschwäche
  • Schwindel

Achtung: Misteln immer nur mit KALTEM Wasser ansetzen, diese Pflanze ist leicht giftig und sollte behutsam angewendet werden!